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Isidor von Sevilla, Patron des Internets
                                                            
Patronatsfest am 4. April

Isidor,  Sohn einer vornehmen Familie, war der Bruder von Fulgentius, der  Florentina von Astigi und des Leander von Sevilla, der den jüngeren  Bruder nach dem Tod der                      Eltern erzog und ihn auch zum Priester weihte. Auch  Isidor ging bereits als Jugendlicher ins Kloster. Mit 30 Jahren wurde er  Abt. Er führte ein strenges Regiment; ein Regelbuch für das mönchische  Zusammenleben wurde in                      seiner Zeit wichtig.
Isidor war den  Wissenschaften zugetan. Die Klosterbibliothek gehörte zu den  berühmtesten ihrer Zeit. Beim Konzil von Toledo 589 war er der führende  Theologe. Um 600 wurde er als Nachfolger seines                      Bruders Leander Erzbischof von Sevilla. Hier legte  er besonderes Gewicht auf die Ausbildung des Klerus, richtete Schulen  und Bibliotheken ein. Er förderte die Einheit und den Erhalt der  spanischen Kirche, indem er die                      Westgoten, die im 5. Jahrhundert Spanien erobert  hatten und bei denen noch stark der Arianismus verbreitet war, zum  Christentum der Kirche bekehrte. Er leitete die Synode von 619 in  Sevilla. Auch beim vierten nationalen Konzil                      von Toledo 633, in welchem die Einheit von Kirche  und Staat, die Einrichtung von Domschulen in jeder Diözese sowie die  Vereinheitlichung der liturgischen Praxis verabschiedet wurde, führte er  den Vorsitz.
Isidor gilt als                      bedeutender Kirchenlehrer. In seinem wichtigsten  Werk, der "Etymologiae", eine Art Realenzyklopädie der Spät­antike,  versuchte Isidor das gesamte weltliche und religiöse Wissen zu vereinen.  Das Werk umfasst 20                      Bände und enthält Informationen, die Isidor den  Werken anderer Schreiber und römischer Persönlichkeiten entnommen hatte,  es wurde zum beliebtesten Handbuch für die Studenten des Mittelalters  und blieb über Jahrhunderte                      hinweg ein Standard-Nachschlagewerk. Seine "Chronica  Majora" ist ein umfassendes Geschichtswerk von der Schöpfung bis zum  Jahr 615. Sein literarisches Werk umfasst auch Abhandlungen über die  Theologie, über die                      Heilige Schrift, über Linguistik, Wissenschaft und  Geschichte. Sein "Sententiarum Libri Tres" gilt als erstes Handbuch  christlicher Lehre und Ethik in der römischen Kirche.
Von Isidor  stammt der Gebrauch des                      Ausdrucks "Messe" für den Gottesdienst mit  Eucharistiefeier, abgeleitet vom lateinischen "Missio", "Sendung" als  die Sendung zunächst der Neugetauften, der Katechumenen, dann der ganzen  Gemeinde.
                

Kanonisation: Isidor ist der Nationalheilige von Spanien; er wurde wohl 1598 heilig gesprochen und 1722 zum Kirchenlehrer ernannt.
                

Patron des Internets seit dem Jahr 2001

                
Quellenangabe: Ökumenisches Heiligenlexikon: http://www.heiligenlexikon.de
                                                                                                        

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